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Genderfragen

Die nachstehenden Ausführungen sind ein Auszug aus der Zusammenfassung des Berichts „Gleichstellung der Geschlechter − Zeit zu handeln“ (OECD, 2012).

Die Frage der Gleichstellung der Geschlechter ist nicht nur eine Frage der wirtschaftlichen Teilhabe. Sie ist ein moralischer Imperativ – ein Imperativ der Fairness und Gerechtigkeit, der zahlreiche politische, soziale und kulturelle Dimensionen hat. Zudem belegen Umfrageergebnisse, dass die Geschlechtergleichstellung weltweit ein entscheidender Faktor für subjektives Wohlbefinden und Zufriedenheit ist.

Chancenungleichheit zwischen Männern und Frauen bedeutet nicht nur, dass auf einen erheblichen Teil des wichtigen Beitrags verzichtet wird, den Frauen zum Wirtschaftsgeschehen leisten können, sondern auch, dass Jahre der Investition in die Bildung von Mädchen und jungen Frauen vergeudet werden. Durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Kompetenzen und Talente wird sichergestellt, dass Männer und Frauen die gleiche Chance haben, ihren Beitrag zu leisten – zu Hause und am Arbeitsplatz –, womit sich ihr eigenes Wohlergehen und das der Gesellschaft erhöhen.

Diese Zeilen tönen gut und kaum jemand wird ihnen widersprechen wollen. Und doch enthalten sie Annahmen, die uns bei Lösung vieler Probleme keinen Schritt weiterbrinen.

Die Genderfragen orientieren sich an den Gegebenheiten der Wirtschaft

Die Genderfrage wird immer an den Gegebenheit der Wirtschaft diskutiert. Unberücksichtit bleibt dabei, dass ausserhalb der Wirtschaft Arbeiten mit einem monetären Gegenwert in der Höhe von zwie Drittel des BIP erbracht werden. Arbeiten, ohne die ein gesellschaftliches Zusammenleben ebenso undenkbar wäre wie mit einer nicht funktionierenden Wirtschaft. Vor diesem Hinterrund wirkt die Feststellung schon fast zynisch, wonach die Investitionen in die Bildung von jungen Frauen (und natürlich auch von jungen Männern) ohne optimalen Nutzen für die Wirtschaft vergeudete Investitionen sind. Solange es immer noch die Gesellschaft ist, die die Fehlleistungen der Wirtschaft ausbaden muss, solange hat sie auch Anspruch auf gut ausgebildete Frauen und Männer.

 

 
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